Bei Schwensby

Das neue Jahrbuch 2020 / 21 ist da!!

Das neue Jahrbuch ist da!

Anfang November ist das neue Jahrbuch des Angler Heimatvereins aus der Druckerei gekommen, und wurde an die Vertrauensleute des Vereins übergeben, die die Bücher in ihren Kirchspielen verteilen. In diesem besonderen Jahr ist es für den Schriftleiter und die Vertrauensleute besonders wichtig, dass das Jahrbuch trotz Corona im gewohnten Umfang erscheint, da ansonsten fast alle Aktivitäten des Heimatvereins ausfallen mussten.

Zwei der Stammautoren des Jahrbuchs haben dafür gesorgt, dass es aus aktuellem Anlass einen Pandemie-Sonderteil gibt. Horst Franzen hat über die Choleraseuche 1853 in Maasholm geschrieben und Dr. Thomas Jens Hansen hat sich mit der Spanischen Grippe befasst, die 1918 einen „HotSpot“ in Schleswig hatte. Es ist ein Anliegen der Schriftleitung, dass das trotz der überwiegend auf geschichtliche Themen ausgerichtete Jahrbuch auch immer auf aktuelle Themen und Fragestellungen reagieren kann. Dies ist hier durch den Einsatz der beiden Autoren wunderbar gelungen.

Das eigentliche Thema des Jahrbuchs lautet in diesem Jahr „Strukturwandel in Angeln“. Behandelt werden in 4 Texten die Veränderungen, die sich in vergangenen Jahrzehnten in den Dörfern Angelns in der Agrar- und Wirtschaftsstruktur zugetragen haben.

Heiner Iversen schreibt über „Das Angler Sattelschwein – ein Kulturgut unserer Landschaft“. Danach weist Klaus Preuschhof nach, „Wie Handel und Gewerbe aus Havetoftloit verschwanden“. Hans Konrad Sacht beschreibt die „Agrargeschichte der Gemeinde Schnarup-Thumby“. Beim Thema Strukturwandel sollte es aber nicht nur darum gehen, was alles weg ist, sondern es sollte auch aufgezeigt werden, welche neuen Chancen und Möglichkeiten sich auf dem Dorf ergeben. Das erreicht Christoph Thomsen mit: „Der Verein ,Boben Op‘ gestaltet die Zukunft in Hürup“.

Eingerahmt werden die Texte von zwei Interviews, in denen es auch um die Landwirtschaft geht: Bei dem Gespräch mit der sozio-ökonomischen Beratung der Landwirtschaftskammer geht es überwiegend um die Gründe, warum so viele landwirtschaftliche Betriebe aufgeben müssen und mussten. Das Gespräch hat der Schriftleiter mit drei Beratern am Sitz der Landwirtschaftskammer in Schleswig geführt. Da Strukturwandel nicht nur Niedergang bedeutet, gibt am Ende zum Ausgleich ein Landwirt Auskunft über sein Berufsleben, der in Neutolkschuby sehr erfolgreich Landwirtschaft betrieben hat.

Im Jahr 2020 jährte sich auch das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. In seinem Text über das Kriegsende und über Munitionssprengungen in Frörup, geht Dr. Thomas Jens Hansen auf dieses wichtige Ereignis ein, welches wegen der Pandemie kaum beachtet wurde.

Mitglieder des Heimatvereins erhalten die Jahrbücher über die Vertrauensleute. Interessenten, die Mitglied im Angelner HV werden wollen, finden die Kontaktdaten auch im Internet unter www.heimatverein-angeln.de. Das Buch ist ebenfalls in der Geschäftsstelle in Sörup erhältlich. Immer donnerstags von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet, Tel. 04635 294759.

Wir wünschen unseren Mitgliedern auf diesem Weg eine schöne Weihnachtszeit und hoffen, dass unsere Veranstaltungen im kommenden Jahr in der gewohnten Form stattfinden können.

Mathias Jürgensen

 

 

 

Quo-Vadis-Angeln

Es gibt einen neuen  "Quo-Vadis-Angeln-Kalender"

Der Verein Quo-Vadis-Angeln möchtet damit den Film "Quo-Vadis-Angeln - Wo gehst Du hin?" mit finanzieren.

(www.quo-vadis-angeln.de)

Neue Vertrauensleute für die Kirchspiele Munkbrarup, Gelting und Boren

Liebe Mitglieder,

für die Kirchspiele Munkbrarup, Gelting und Boren sind neue Vertrauensleute zuständig:

 Kirchspiel Munkbrarup: Herr Cord Riechmann 24960 Munkbrarup Geil 17 Tel.: (0 46 31) 38 60

Kirchspiel Geling: Frau Sandra Asmussen Bücherott 1 24395Gelting Tel: 0173 8906373

Kirchspiel Boren: Frau Heinke Detlefsen Schleisrtraße124392Ekenis Tel: 04641-7317

Wir bedanken uns für bisher geleistete Arbeit bei Frau Inge Bauer, Herrn Wolfgang Jonas und Herrn Jürgen Seeck.

 

 

Fahrtenleiter

Herr Ralf Gineiger hat aus Gesundheitlichen Gründen die Tätitgkeit als Fahrtenleiter gekündigt. Wir bedanken uns bei Herrn Gineiger für seinen Einsatz, und verlieren damit einen zuverläsigen Partner.

Wir freuen uns, das wir mit Frau Krarin Marxen Dorfstraße 7 24996 Ahneby Tel.: 04637-380

E-mail: hans-marxen@t-online.de

Ersatz gefunden haben.

 

BRARUP-MARKT

"DAS ERSTE MAL SEIT ÜBER 400 JAHREN FÄLLT DER BRARUP-MARKT AUS"

Der Brarupmarkt wird nach jetzigem Forschungsstand erstmalig 1593 urkundlich erwähnt, ist aber ohne Frage noch viel älter! Zumindest seit der Erbauung der dem heiligen Jacobus geweihten Kirche in Süderbrarup vor 900 Jahren wird "zu Jacobi", seinem Namenstag am 25. Juli, alljährlich "Brarupmarkt" abgehalten worden sein. Alljährlich? Seit 900 - oder mindestens seit 400 Jahren? Mitnichten! Damit diese FALSCHMELDUNG sich nicht in den späteren Annalen festsetzt, sei auf folgendes hingewiesen:

* Während der Pestepidemien, die im 14. und 15. Jahrhundert in mehreren Wellen als "Schwarzer Tod" auch Angeln heimsuchten und ganze Dörfer aussterben und die Bevölkerungszahl drastisch um mehr als die Hälfte dezimierten, wird kaum ein "Brarupmarkt" stattgefunden haben. * Auch im Dreißigjährigen Krieg wurde Angeln arg in Mitleidenschaft gezogen, wiederum begleitet von Mißernten und der Pest. Vor allem aber ist der darauffolgende "Schwedisch-Polnischen Krieg" von 1655-1660 als "Polackenkrieg" bis auf den heutigen Tag im Gedächtnis geblieben: _"Die Polen plünderten und verwüsteten die Häuser, raubeten die Pferde und Kühe, schendeten des Weibes Volck jung und alt"_, heißt es in einem zeitgenössischen Bericht. In diesen schweren Zeiten wird für "Brarupmarkt" gewiss kein Platz gewesen sein.

* Der erste NACHWEISLICHE Ausfall des Brarupmarktes fällt in das Jahr 1831: Der Bauer Peter H. Breckenfeld in Gintoft berichtete in seinen "Tagebüchern" von Veranstaltungs- und Versammlungsverboten während der in Europa wütenden Cholera-Pandemie und schrieb: _„In diesem Jahr war kein Brarup gehalten, woran die Cholera allein Schuld war. Ich vermag das Jahr nicht zu nennen, in welchem Brarup nicht gefeiert worden ist. Jetzt aber, da man befürchtete, daß die Cholera, die rings um unsern Landstrich herrschte, auch uns erreichen würde, ließ jede Obrigkeit auf Befehl unseres Königs alles veranstalten, was dieser schrecklichen Krankheit vorzubeugen, ausersonnen werden konnte. Es wurde in den Zeitungen von Zeit zu Zeit aufgeführt, wie weit sich die Krankheit von Tag zu Tag verbreitet hatte und uns immer näher kam“._

* Dass es während des 1. Weltkrieg zumindest eine weitere Zwangspause gab, wird in der SÜDERBRARUPER CHRONIK AUF S. 183 berichtet.

* Für das Jahr 2020 ist der Brarupmarkt aufgrund der "Corona-Pandemie" erneut abgesagt worden. Immer wieder ist "Brarup" aufgrund von Kriegs- und Pandemiezeiten ausgefallen, in diesem Jahr aber keineswegs "das erste Mal seit über 400 Jahren", sondern nachweislich MINDESTENS ZUM DRITTEN MAL!

Bernhard Asmussen

Steinberggaard 9

24972 Steinberg/Angeln

Cookie-Einstellungen

Wir nutzen Cookies auf der Seite. Einige davon sind essenziell, während andere uns helfen, die Seite weiter zu verbessern.