Im Gespräch

Wat bi uns in Angeln seggt wurr

Liebe Mitglieder der AG-Platt,

vor 10 Jahren wurde das Buch "Wat bi uns in Angeln seggt wurr" von Georg Geyer vom Heimatverein herausgegeben. Doch es war Georg Geyer damals schon klar, dass er nicht alles erfasst hatte. So hat er in einem Brief erwähnt, dass er hofft, dass irgendjemand irgendwann seine Arbeit fortführt. Ich habe damals nur schriftlich mit ihm verkehrt, weil er wegen seiner Schwerhörigkeit kein Telefonat oder ein persönliches Gespräch mehr führen wollte.

Da z.Zt. die Gemeinschaftsktivitäten der AG-Platt nicht möglich sind, könnte man ja den Schwerpunkt auf "Arbeitsgemeinschaft" legen und sich mit der Sammlung der Wörter, Sprichwörter und Redensarten in Angeln weitermachen. Wir Alten, sind wohl die letzte Genaration, die noch plattdeutsch aufgewachsen ist. Als ich zur Schule kam, war Hochdeutsch meine erste Fremdsprache. Aber Plattdeutsch ist mir als Schrift nicht geläufig geworden, so das ich diese E-Mail lieber in Hochdeuzsch verfasse, obwohl sie an die Mitglieder der AG-Platt gerichtet ist.

Wer also etwas dazu beitragen kann, was Georg Geyer nicht schon in seinem Buch erfasst hat, schicke es doch bitte per E-Mail an mich. Ich werde das erst einmal sammeln. Wie das Gesammelte dann weiter bearbeitet wird, kann man dann entscheiden. Wer dazu Vorschläge hat, darf sie gerne mitschicken. Georg Geyer hatte festgestellt, dass ihm in Süderbrarup manche Wörter, die ich ihm aus Norangeln geschickt hatte, nicht bakannt waren. Das lässt vermuten, dass es auch innerhalb Angelns Unterschiede gibt. Daher wäre es vielleicht sinnvoll, mir auch mitzuteilen, woher die mir zugeschickten Wörter stammen. Das wird man in einem Buch nicht mit einbringen können, aber es wird zumindest im Archiv festgehalten werden können. Die Unterschiede werden vielleicht noch mehr auf die Redewendungen und Sprichwörter zutreffen. Wie z.B. " Ik heff ok går keen Tied, sä de Düüvel, ik mutt nå Wackerballig to Hochtied"

Da haben wir schon das Problem, wie schreibt man dieses a, das sprachlich zwischen a und o liegt? Georg Geyer und ich haben uns darauf geeinigt, es mit dem dänischen å zu schreiben. Das wird manchmal mit der Begründung abgelehnt, das kennt man nicht im gesamten plattdeutschen Raum.  Oder es wird wie Vaterlandsverrat aufgefasst, weil das å dänisch ist. Das aa ist m.E. in diesem Fall nur ein Notbehelf. Angeln liegt nun einmal auf der Landenge zwischen dem deutschsprachigem und dem skandinavischen Raum, was eben auch Auswirkungen auf die Sprache haben kann.  Das g, ist auch so eine Besonderheit, das manchmal wie ch ausgesprochen wird. Aber wie Georg Geyer schon schrieb: "Wat bi uns in Angeln seggt wurr", nicht "watt bin uns in Angeln schreebn wurr."  KOnsequeterweise hätte er eigenlich "secht" schreiben müssen. Auch geht es hier um Angeln und seine Einwohner und nicht um ganz Norddeutschland. Ich habe auch nicht vor, das überregionale Wörterbuch von Sass zu kopieren.Georg Geyer hat sein Buch unter diesem Gesichtspunkt noch einmal überarbeitet, es aber nicht konsequent durchgezogen. Das wäre auch sehr viel Arbeit gewesen. Er wollte aber gerne die Veröffentlichung seines Buches noch erleben. Und das hat er ja auch gerade noch geschafft. Immerhin war er damals schon 92 Jahre alt.

Herzliche Grüße aus Roikier von Claus Petersen

Tel. 04632 / 7648


Bi Hitt is dat to minst nich koolt

Stück von de Thumbyer Theaterspeeler

Bilder von der Vorstellung in Langballig am 16.11.2019

 


Arbeitsgemeinschaft Plattdeutsch

AG-Leiter: Peter-Heinrich Bendixen Nordstern 10 24972 Steinbergkirche Tel.: 04632-7077 Email: phbendixen@t-online.de


Wat för de Oogen

Plattdüütsche Trailer-Wettstriet

Junge Leute über neue Medien an die alte Sprache zu erinnern...


Wat to lesen

De Eiderkanal, ok Sleswig-Holsteen-Kanal

De Seeweg üm Kattegatt un Skagerrak weer bannig gefährlich.

Rezepte

Angler Muck un Schnüsch - Spezialitäten ut Angeln.

Gedichte

vun Anneliese Hansen, Bernhard Trittelvitz un Klaus Groth

Leeder-Texte

Volks- un Danzleeder

Wat maakt de Platt-AG

Mit de „Arbeitsgemeinschaft Plattdeutsch“ – Plattdüütsch-AG – will de Heimatvereen Angeln dorto bidregen, dat de plattdüütsche Spraak un Kultur an ’t Leven holen un plegt warrt.


Wat is op platt sonst noch los

Scheersberg Jahresprogramm als PDF >>>
Link zu Sass- plattdeutsche Grammatik >>>
Link zum Plattdütsch-Zentrum Leck >>>
Link zum Heimatbund >>>


Wat maakt de Heimatvereen

Heimatvereen för de Landschop Angeln: Wat wi wüllt – wat wi beden:


Platt mit Kim

Dat Logo hett uns fründlicherwies de Cartoonist Kim Schmidt ut Dollerup maakt. Her gifft dat plattdüütsche Cartoons vun Kim. 


AG Plattdeutsch

AG Plattdeutsch

De Liddmaten-List vun de Plattdüütsch-AG is teemlich konstant bleven: fief ne’e Liddmaten, aver uk söss, de nich mehr dorbi sünd (afmellt wg. Öller, ut de List streken wurrn oder wg. Dod); aktuell hebben wi en Stand vun 132. En lütte Kreis höört to de Stamm, vele annern sünd eher selten dorbi.
An de 11.10.2017 dreep sik de Plattdüütsch-AG üm Klock 11.00 to en Weltreis-Bericht in Frienwill- Krog. Kamen sünd 76 Deelnehmer. De Referent weer en ganz besünnere Persönlichkeit. Rainer Rathje, he stammt ut Revensdörp in Sleswig- Holsteen, he hett as Kaffe-Fachmann arbeit un wohnt nu in de Swiez. Mit sien Motorrad, en 1200er BMW is he in de ganze Welt to Huus. Sien Heimatspraak is Plattdüütsch un er nennt sik uk de „Plattdüütsche Ambassador“.
Sien Reisebericht vun bummelig tweeun’nhalf Stunnen harr dat Motto: „Op Motorrad üm de Welt – 190.000 km dör söss Kontinenten“. Uk na Frienwill weer he op Motorrad anreist – düttmal alleen, aver sien Weltreisen maakt he ümmer tosamen mit sien Fru.
Mit indrucksvulle Biller op ’n grote Lienwand un mit plattdüütsche Vördrag nehm he uns mit in veele interessante Länner, Landschoppen un Städer. De Biller, de he uns wiest hett, weren en repräsentative Utwahl un he harr besünners veel dorto to seggen. Wi kreegen veel to
weten över kulturelle, politische, uk umweltpolitische un wirtschaftliche Ümstänn in de enkelten Länner. De Deelnehmer kunnen Twischenfragen stellen un wurrn mit einbetroken, sodennig wurr de Vördrag to en intressante Miteenander.
In de Middagspaus geev dat heel leckere Deutsche Beefsteak mit Bilagen un Nadisch. Üm un bi Klock dree güng de bannig intressante Dagto Enn.
To en Literarische Namiddag weren wi för de 20.02.2018 üm Klock halfdree na Sleswig op de Holm inladen. Wi durven Gästsien bi Marlies Jensen (Leier) in ehr „Fischerhütt“. Wi weren 26 Deelnehmer; mit 30 harrn wi rekent, 4 Lüüd, de anmellt weren, sünd nich kamen.
Unse Gastgeversch hett eerstmal wat vertellt to ehr Huus, to dat Fischerdörp Holm, ehr Geburtsort un to ehr Miteenanner mit de Grootöllern in Böklund/Angeln.
De Hauptdeel vun unse Dreepen weer en Lesung ut ehr Book „De Arvschop ut Angeln“. Wi wurrn in dat Binnerste vun dat Angeliter un
dat Holmer Platt inföhrt. Wi höörten vele Bispeeln över Spraakentwicklung un Spraakünnerscheeden 278 in unse Region un uk Inwirken ap Spraak ut de Naverlänner – un dat nich blots vun dat Dänsche ut. Geschichten över dat Leven mit de Verwandtschoop un in de Dörper
malten uns denn in de Lesung en schöne Bild vun allens. Twischendörch harr Frau Jensen uns to Kaffe / Tee un heel leckere selbst backte lütte Kooken inlaad. To‘n Sluss wurr noch veel klönsnackt över dat, wat wi höört harrn – de Tiet güng meist to gau vörbi, aver to Klock fief hebben wi uns verafscheedt un en Dankeschöön- Spenn in en Hoot daan, dat Geld wull Frau Jensen de ‚Holmer Beliebung‘ tokamen laten.
Op de Fröhjohrstagung in de Mai 2018 geev dat en Wessel in dat Leit vun de Plattdüütsch-AG. Erich Petersen wull na bummelig fief Johren geern afgeven un Peter-Heinrich Bendixen ut Steenbarg (he is dor uk Vertruuensmann) stunn bereit un hett övernahmen. Sodennig weer dat denn uk glieks offiziell. Sien eerste Akschon mit de Plattdüütsch- AG weer an’n 18.07.2018 en Fohrt na de Landeshauptstadt Kiel mit ‘n plattdüütsche Föhrung dörch de Landdag. Dorbi weren 48 Deelnehmer (44 in de Bus, 4 in Kiel direkt dorbi). De Bus weer vull un leider kunnen 2 Lüüd nich mit. In ‘t Landeshuus wurrn wi vun Marianne Ehlers vun de Sleswig-Holsteensche Heimatbund begrötet; se hett uns op en lütte Rundgang dörch dat Huus föhrt un allens intressant verkloort. As Gast weer uk Gesa Retzlaff dorbi, se hett ganz nee dat Leit vun ‘t Plattdüütsch- Zentrum in Leck övernahmen – en wichtige Kontaktsteed för uns.
Toeerst weren wi in de grote Ingangshall versammelt un kreegen en Inblick in de Historie vun dat Huus, wat 1888 för de kaiserliche Marine boet wurrn is. Eerst in 1950 is hier de Sleswig-Holsteensche Landdag introcken. Mit de Paternoster- Fohrstohl güng dat denn in de 1. Stock. Dor kreegen wi de Sleswig- Holsteen-Saal, wo fröher dat Parlament taagt hett, un noch en Fraktionssitzungssaal un welke anner Rüme to sehn. De I-Punkt vun allens weer denn aver de ne’e Plenarsaal, de 2003 as en glöserne Wörpel an de Watersiet anboet wurrn is – düsse Architektur schall Transparenz symboliseeren. In dat kreisförmig anornte Sittenmobiliar harrn wi fre’e Utwahl un setten
uns dal, jedereen na sien Möög, op en Platz vun de Landdagsafordneten, Ministers, Landdagspräsident oder wi kunnen uk an’t Rednerpult gahn. Dor kunn jedereen mal utproberen, wodennig sik dat so för de Parlamentarier anföhlen deit.                                             Op en Plaan kunnen wi denn sehn, welke Afordente wo sien Platz harr – sodennig weer dat allens noch realistischer. Wi kregen uk noch allerhand Verkloren över de Afloop vun de Landdagssittens, wodennig afstimmt warrt un över Sekerheitsregeln. Achteran geev dat lekker Kaffe/ Tee un Koken in de Landdagskantin – en helle veerkantige Binnenhoff mit Glasdack. Na en lüüte Spazeergang üm dat Landeshuus rüm un dal na die Kiellinie, un op de Reventloubrüch güng dat wedder mit de Bus torüch na Angeln. En Reis mit Blick op Landespolitik! Op de Internetsieden vun de Plattdüütsch- AG in de Homepage bi de HV Angeln warrn ümmer de aktuellen Tipps un Termine bekanntgeven un dor sünd uk wedder en poor ne’e Biller vun de Platt-AG-Veranstaltungen to sehn.

Peter-Heinrich Bendixen un
Erich Petersen

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